Februar 2026 - Autor: smartconext AG
Die Diskussion um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz gewinnt an Fahrt. Der Bundesrat hat seine Unterstützung signalisiert und die Eckwerte eines finanziellen Engagements bekanntgegeben . In der Baubranche wirft dieses Projekt bereits heute Fragen auf: Welche Auswirkungen hätte ein Grossanlass dieses Kalibers auf Planung, Infrastruktur, Bauunternehmen, Handwerk und Ausführende? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich wirtschaftlich und organisatorisch?
In diesem Beitrag beleuchten wir den aktuellen Stand der Kandidatur, mögliche Auswirkungen auf Bauprozesse und welche Szenarien für Unternehmen relevant sein könnten.
Die Schweiz befindet sich im sogenannten privilegierten Dialog mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für eine Austragung der Winterspiele 2038 . Dies bedeutet: Bis Ende 2027 kann die Schweiz exklusiv ein Kandidaturdossier ausarbeiten, ohne dass andere Staaten als Konkurrenten zugelassen werden . Der Bundesrat unterstützt dieses Vorhaben und hat die Vernehmlassung zu einem Grundsatz- und Planungsbeschluss eröffnet .
Ein zentraler Punkt dabei: Die Schweiz plant, als erstes Land überhaupt Gastgeber zu sein – dezentral, verteilt über mehrere Regionen, statt konzentriert in einer einzigen Stadt . Bestehende Infrastruktur soll genutzt, nur dort wo nötig erneuert werden . Diese Ausgangslage ist für die Baubranche entscheidend, denn sie verändert sowohl die Art als auch das Volumen der Bauaufgaben.
Im Unterschied zu früheren Grossanlässen plant die Schweiz weitgehend mit vorhandener Infrastruktur: Sowohl Sportanlagen als auch Unterkünfte sollen genutzt werden, ergänzt durch punktuelle Erneuerungen .
Für Bauunternehmen und Planer heisst das:
Dadurch dürfte das Projekt nicht zu einer klassischen „Olympiabauwelle“ führen – mit massiven Neubauten – sondern die Qualität bestehender Bauten ins Zentrum rücken.
Die Winterspiele sollen in mehreren Regionen stattfinden: Beispiele sind Zurich, Zug und Lugano als geplante Eishockey-Austragungsorte . Weitere Sportstätten für Biathlon, Ski oder Bob werden in bekannten Wintersportregionen vorgesehen – Crans-Montana, St. Moritz, Engelberg oder Lenzerheide.
Für die Bauwirtschaft bedeutet das:
Die dezentrale Struktur kann helfen, die wirtschaftliche Wirkung breiter zu streuen, statt dass nur einzelne Grossstädte profitieren.
Die Kandidatur setzt auf Nachhaltigkeit, Inklusion und langfristige Nutzung von Infrastruktur, statt auf kurzlebige Prestigeprojekte.
Für die Baubranche heisst das:
Gerade für Planer und Architekten eröffnet dies Spielraum für Innovation: Die Anforderungen an Ressourcen- und Energieeffizienz bieten Potenzial für spezialisierte Lösungen und neue Geschäftsfelder.
Die Schweiz hat bis Ende 2027 Zeit, das Kandidaturdossier zu erarbeiten. Danach entscheidet das IOC über den Zuschlag.
Für die Baubranche bedeutet das:
Die Olympischen Winterspiele 2038 wären ein Megaevent, der – anders als frühere Grossveranstaltungen – nicht primär Neubauten, sondern Modernisierung und Nutzung bestehender Infrastruktur in den Mittelpunkt stellt. Für die Baubranche bietet dies folgende Perspektiven:
Kurz gesagt: Ein Projekt dieser Dimension könnte der Baubranche neue Impulse geben – vor allem, wenn Unternehmen frühzeitig ins strategische Planen einsteigen und sich auf Qualität, Flexibilität und technische Exzellenz fokussieren.
Alle Bauprojekte finden und mit einem Klick bewerben.
Alle Baugesuche. Alle Funktionen. Inklusive easyDossier One-Click-Bewerbungsservice.
smartconext PRO enthält bereits 3 Mitarbeiterlizenzen für Ihre Firma.